Wandel, der von Innen kommt

Als Lieder- und Theatermacher liebe ich die deutschen Sprache.
Als religiöser Mensch sehe ich die Liebe als Essenz der Religionen, und kann in vielen Traditionen liebenswertes finden.
Als Angehöriger eines Landes, dessen Reichtum auch auf einer bombastischen Kriegsproduktion beruht, bin ich im Widerstand gegen die offizielle Politik. Ich war betroffen von den Nachwirkungen des zweiten Weltkrieges als psychische Schäden meiner Eltern.
Auch glaube ich, dass es unmoralisch ist, Geld mit Geld zu verdienen. Ich sehe eine Wirtschaft, welche die Politik diktiert, als zerstörerisch an.
Die Geschichte der Menschheit sehe ich – neben der Entwicklung von Technik und Wissenschaft – auch als die Geschichte eines kollektiven Wahnsinns: in Kriegen, Sklaverei, Manipulation, Ausbeutung. Die Kirche war dabei meist auf der Seite der Unterdrücker. Der kollektive Wahn wird oft als „zivilisiert“, „normal“ angesehen. Doch – ‚wie Außen so Innen‘ – toben in uns Kriege, die uns von unserer Natur, unseren Gefühlen, von Liebe und Lebendigkeit entfremdet haben.
Lösungen? So alt wie die verinnerlichte Gewalt sind die Auswege, die uns Mystiker wie Jesus und Buddha zeigen: Bewußtseinsveränderung als Wege für einen inneren Wandel.
Der Krieg im Außen wurzelt Innen und kann hier beendet werden. Wenn Innen Frieden ist, strahlt das auch nach Außen und bewegt. Das heißt nicht, tatenlos zuzuschauen. Aber Aktionen sollen aus einem friedlichen, klaren und mitfühlenden Bewusstsein kommen.